Fast schon Italien – Bergfrühling Indemini

Wanderreise vom 7.-10. Juni.2007

Am Tag vor Abreise lag das neue “Wanderland Schweiz” – die Revue des Wanderwegsverein der Schweiz – im Briefkasten. Welch ein Zufall denn ein Ausführlicher Bericht über Indemini war vorhanden! 

 

Meine Wandergruppe kam im gleichen Zug in Magadino an wie ich: überrascht aber waren sie denn nur zu dritt kamen sie mit! Dann ging es los, die Gruppe war geboren. Per Postauto erreichten wir Indemini mit seinen knapp über 40 Einwohner, ein ruhiges tessiner Dorf weitweg vom Rummel des Alltags. Die Wetterprognosen waren schlecht und regnerisch war es auch am ersten Tag. Wir gingen daher direkt – na ja so direkt auch nicht wieder, denn Eloa und ihre Freundinnen verkauften uns ein Becher hausgemachter frischer Kräutertee am Strassenrand – in Faustos Restaurant und genehmigten uns ein kleines Mittagessen im trockenen. Am Nachmittag kam eine Ruhephase, nicht für die Wandergruppe sondern fürs Wetter: wir profitierten und wanderten los. Feucht-glitschig waren die Steine, feucht-nass war das Gras, feucht-dick war die Luft und feucht-schwitzend waren wir… die vielfätigkeit des oberen Val Veddasca aber konnte uns hinweg trösten. Die restlichen Tagen waren, von der Meteo her, viel besser: am morgen blauer Himmel und Sonnenschein, am Nachmittag immer mehr Wolken und am Abend oder in der Nacht Gewitter und Regen! Daher konnten wir alle Wanderungen nach Programm durchführen. Vom Monte Gambarogno, zum Paglione und Covreto, bis zum Monte Tamaro (war er es wirklich oder hat uns der Nebel getäuscht) bei den beiden Damen die noch bis zum Monte Lema zurückkehren müssten. Auf unseren Therapeutischen-Wanderung entdeckten wir viel über Mykologie (=Pilze) wie zum Beispiel die Stinkmorchel (Phallus Impudicus) oder eben andere Arten; aber auch Tiere sahen wir Rehe, Gemsen, Adler, Mäusebussart und auch echte wilde Wildschweine, aber nur in Italien. Diese kennen die Grenzen wohl besser als die Gruppe. Na ja, man wollte ja auch ein bisschen sehen wo unsere Grenzen sind! Spass beiseite: wir hatten es echt schön denn auch ein Geburtstag wurde gefeiert mit Kuchen ohne Kerzen. Von den anderen Kuchen und feine Sachen reden wir gar nicht. Wir wurden verwöhnt von Faustos Küche, der nicht umbedingt weis was eine halbe Portion ist! Nicht das wir welche mochten…aber viele Resten blieben nie übrig! Der letzte Tag war der Hit, sogar duschen lag noch drinn (wir redeten den ganzen morgen von fast nichts anderes denn das Wetter war so “Tüpig” das wir sogar bei der Picknick-Pause schwitzen) und zum Abschluss ein “Affogato al Caffè” am Seeufer bevor uns der Zug zum Sterben brachte: das ist ja meine Gruppen-Theorie (oder war es Therapie? oder Hysterie?), die Gruppe wurde am 1. Tag geboren, am letzten stirbt sie sobald die Gruppe ausseinandergeht! Aber es stimmt nicht ganz, denn ein SMS kam noch als letztes Lebenzeichen: “Als krönender Abschluss sind wir in der 1. Kl. des total überfüllten Zuges. Tanti saluti”. Wir waren echt nicht ganz alleine im Tessin unterwegs, fast nicht zu fassen nach vier Tagen in Indemini!

 

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