Mare mosso

Wanderferien im Cilento, 27. Oktober – 3. November 2012

Eigentlich gäbe es ja sehr viel zu erzählen. Ich wüsste aber nicht wo anfangen! Erdbeben nicht weit entfernt und vorgesehene Unwetter in der Region Campania prägten so unserer Anfang… aber hier kann ich schon mal sagen das wir nicht viel davon bemerkt haben.

Die ersten Tagen am Meer entlang (Agropoli – Castellabate – Ogliastro)  waren von Regen, Wind, Warme Luft, „mare mosso“ (stürmendes Meer) und doch noch Sonne geprägt. All das innerhalb jeden Tag! Wir wurden nass, ob vom Regen, oder von den Wellen oder vom eigenen Schweiss… dennoch wanderten wir durch diese schöne Gegend und wollten keinen Quadratmeter der Landschaft verpassen. Wir staunten auch über das fantastische „Wasserwerk“: die Wellen kamen mit unterschiedlichem Rhythmus und Stärke aufs Ufer zu… und wie bei einem Feuerwerk öffneten wir den Mund und stossen einmal ein leises und einmal ein lautes „oooooohhhhh“ aus!

Dann ging es bergauf: San Mauro del Cilento! Wir wurden begrüsst mit den Worten :schade fürs Wetter, letzte Woche gingen wir noch an Strand baden“… kalter Wind wehte durch die Steinhäuser und das einzige wahre Warme Ort war das Bett! Unter einem Berg von Decken war es schön sich an Windlosem Platz auszuruhen. Das feine warme Essen so wie die Wärmlichkeit der Einwohner kompensierten unser Leiden…und natürlich die Sonne die uns den ganzen Tag auf dem Monte Stella begleitete. Am abend endlich sahen wir wie aus Oliven das flüssige Gold wird… und mit welcher moderner Technik und dennoch sehr der Natur und dem Menschen nah.
„Der Olivenbaum ist ein langsamer Denker, Geduld und Zählebigkeit sind seine Lebensthemen. Er will nicht gleich alles sofort hergeben.“ (so schreibt Ralph Dutli in „Liebe Olive“) so ist auch der Wanderleiter der nicht immer alles sofort offenbart, die Informationen sollen Tropfen nach Tropfen zu den Gäste kommen… so kam es kurz nach trockenem Abstieg wieder zum Meer herunter, einen feuchten Abgang! Zum Glück aber regnete es draussen, während wir drinnen zum wohl unserer Kehle die verschiedenste Liköre ausprobieren durften. Aber dann war es endgültig Zeit den Cilento Antico zu verlassen und Richtung Süden zu reisen…

Salvatore erwartete uns schon in Palinuro und hatte in einer Bar Asyl beworben damit wir im trocknen essen konnten, denn unterdessen regnete es sehr stark! 3.5 Wandertagen hatten wir hinter uns ohne den angekündeten Unwetter zum Opfer gefallen zu sein. An diesem Nachmittag gibt es Plan B: Besichtigung des Töpferdorfes Camerota und seines Klosters. So beendeten wir den 4. Wandertag auch trocken.

Aber am 5. Wandertag scheint die Sonne sehr früh… die Freude aber dauert nicht sehr lange! Ein paar wenige Regentropfen stören unser Pilgern am Meer entlang. Beim Aufstieg dann wollten wir es nun doch wissen: Platzregen! Aber kaum fing es an ruft uns eine Stimme aus dem einzigen Haus weit und breit „Kommt rein, es regnet ja!!!“ Das Kamin brennte froh vor sich hin und unsere russische Gastgeberin beschenkte uns mit Wodka (und das schon in der Früh)… sie war so begeistert von unserem Besuch dass es unmöglich war abzulehnen. Die Sonne aber rettete uns aus dieser Situation eine halbe Stunde später wanderten wir weiter bergauf. Im Rifugio von Salvatore gab es dann viele feine Sachen aus eigener Produktion, auch Kastanien die wir am Feuer vorbereiteten… schade weiter zu gehen! Mit der Abendsonne wanderten wir nach Licusati und vor dem Abtransport zum Hotel gönnten wir uns einen reichen Apéro!

Der 5. und letzte Wandertag war ja sensationell! Unglaublich offenbarte uns das Cilento was wir schon die ganze Woche ahnten, eigentlich wäre es ja schön Warm und Sommerhaft. Wir wanderten bei über 25 Grad an der Küste von Infreschi entlang und kamen bei jedem Schritt zum schwitzen! Endlich kamen wir auch an einem Strand wo die mutigsten den Sprung ins Wasser machten, das Meer war ja immer noch ziemlich „mosso“… per Schiff konnten wir nicht zurück fahren so hiess es zu Fuss wieder ins Dorf zurück zu kehren wo wir uns endlich mal in eine Gelateria stürzen durften… und da wurde auch recht zugeschlagen 🙂

Hier sind noch meine Bilder zu diesen Wanderferien.
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