Kuchen auf Walserpfaden

Donnerstag 25. bis Sonntag 28. August 2011

Genau so fing es an! Der Kuchen (oder besser die Kuchen?)… ging(en) mit uns auf’s Trekking (natürlich in unserem Bauch 🙂 ). Mit den Walserpfaden hat das eigentlich nicht’s zu tun, aber unsere Gruppe war somit vom Anfang in Imfäld (Binn) geprägt…

Dieses Per Pedes Trekking führte uns auf Walserpfaden von Binn, übers italienische Pomatt (Formazza) nach Bosco-Gurin und dann herunter bis Cerentino. Mit Luciano’s Riesen Taxibus ging’s dann noch ins Grotto Franci (Cevio) wo wir den letzten (im wahrsten Sinne des Wortes) Kuchen zu uns nahmen! Eigentlich ging es uns ja nicht „nur“ ums Essen, obwohl die Gastronomie sehr wichtig war… die Walser kamen sicher nicht zu kurz!

Ausser Thema waren auch die Absätze der Secondhand-Börse Wanderschuhe die nicht einmal bis zur Binntalhütte mitkommen wollten. Mit (sehr) viele Handarbeitbegabung und ein wenig Eisendraht und Plastikband aber mussten sie eben doch das ganze Trekking erfolgreich mitmachen!

Auf unserer Reise über die 7 Bergen 😉 begleiteten uns auch die Gedichte in Pomattertisch der Anna Maria Bacher. Ich konnte sogar ein Buch kaufen (Wê im ä Tröim vom der Walservereinigung Graubünden) im B&B Zumsteg beim Piero denn in keinem Laden in Ponte Formazza konnte ich es finden! Ich versuchte mein Bestes zu geben, obwohl es ja nicht gerade meine Sprache ist, aber der Ambiente half mir sehr denn die Berglandschaft ist zwischen dem Wallis und dem Tessin Grandios!!! Dafür konnten wir einen ganzen Abend die Gesellschaft von Marco Ferrera geniessen. Mit seinen 86 Jahren erzählte er uns Walserweisheiten, Geschichten und unterhaltete uns (und das ganze Restaurant) auf seiner über 100-Jährigen Handorgel… Über Nacht aber wechselte die Musik und es donnerte und blitze fürchterlich:

Än Tropf
tüsuk Trepf 
ä Schêtti 
ech un dü hertdra
undrum glichä Wättärtach.
(A.M. Bacher, März 2005)

Beim Frühstück studierte ich die Alternativen und berechnete ich schon die Fahrzeit per ÖV nach Bosco Gurin denn das Unwetter tobte weiter! Doch schon kurz nach 8 Uhr hellte es und die blaue Störung zeigte immer mehr von sich. Oben uns ein Bartgeier der vom Regen flüchtete, die Bergen zeigten ihren weissen Schnee-Hut und schon standen wir im Bach…äh auf dem Wanderweg! Das Wasser floss den Weg herunter wie ich es noch nie erlebte: doch die Sonne trocknete Wiesen und Steine in Rekordzeit! Mit einem eisigen Wind gingen wir über die Guriner Furggu und kamen ins tessiner Walsdorf Bosco Gurin herunter. Einen halt auf der Grossalp aber wurde ein bisschen lang, denn es gab nicht nur einen Kuchen, es gab auch ganz feinen Käse oder ein 2. Stück Kuchen!!! Gadumdschi und Weltu waren dann auch keine Fremdwörter mehr… Knorrli überraschte uns aber Zeit für den Film im Museum anzuschauen hatten wir nicht mehr!

Am letzten Tag ging es noch über eine – scheinbar unendliche – Geröllhalde auf Pian Cross hinauf und dann nach Cerentino herunter und mein Stoffsack füllte sich von Eierschwämme und von Albatrellus Ovinus: diese kommen morgen in die Pfanne! Der Parasolpilz musste schon Heute daran glauben… und wie sollte es anders sein: der Abschluss machten wir so wie wir das Trekking begonnen hatten, an einem Tisch beim Kuchen essen!

Hier noch die Bilder der Tour! Die besten aber haben wir in unserem Kopf gespeichert!!!

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