Leben auf der Alp

Oberstufe Altstätten – 19.-20. Mai 2010

Bis am Samstag regnet es im Tessin noch heftig, doch dann kam die Sonne und dieser Klasse der Oberstufe Altstätten ging es ja bestens da es die ganze Woche so blieb. Mit mir wollten die Schüler das Leben auf der Alp entdecken. Wir machten zu diesem Zweck 2 Wanderungen, die einte ins wilde und steile Val Bavona, die andere ins mildere denoch sehr steile Valle di Muggio.
Ich war begeistert von den SchülerInnen da sie alle gut zu Fuss waren! Im Val Bavona entdeckten wir den tessiner Schriftsteller Plinio Martini durch seinen Roman „Nicht Anfang und nicht Ende“ in dem er das leben auf der Alp und die Transhumanz vom Bavona sehr gut schildert. Wie steil die Felswände waren konnten wir selber merken da der Aufstieg bis zur unglaublicher Treppe die zur Alpe Mater führt uns ganz schön ins schwitzen brach. Die einzigen Lebewesen die wir auf dem Weg sahen waren noch zwei Steinböcke die im nu in der Steiler Felswand verschwanden… Kein Wunder dass in einem solche Ort die Älpler fast jeden Sommer eine Kuh verloren die in diesen Hanglagen abstürzten. Heute sind nur noch die bequemen Alpen bestossen, dort wo Strassen oder Seilbahnen hinaufkommen.

Ganz anders, oder eben doch nicht viel anders, verlief es im Muggiotal wo die Alpen fast das ganz Jahr lang bewohnt waren mit Mensch, Kuh und Ziegen… Die Hänge sind hier weniger felsig und zum Teil ein bisschen weniger Steil. Doch bis zum Gipfel des Generoso mussten wir auch viel schwitzen: ein Teil der Gruppe kam auch in einer Rekordzeit oben an die sogar ich nicht schaffte! Die letzten waren so gut zu Fuss dass sie es in ein bisschen weniger als die von den Wandertafeln angegeben Zeit fertigbrachten hinauf zu kommen. Auch hier mussten die Leuten zum Überleben kämpfen: der Schnee wurde in runden bauten – die Nevere – aufbewahrt die als Kühlschränke dienten, das Trinkwasser wurde von den Dächer der Gebäuden eingesammelt, sogar Zugvögel wurden eingefangen und schmuggeln mussten die Bauer auch noch um ein bisschen mehr zu verdienen.

Wir konnten als Tagestouristen das Wetter und die Geschichten der Gegend bestens geniessen: wir müssen ja nicht mehr fürs Überleben kämpfen.
Hier sind auch noch ein paar Bilder zu diesen beide Wanderungen.

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