über den Bernardinerpass

Sonntag 26. Februar 2012

Der Dritte Versuch war der Richtige! Die Wetterprognosen waren auch besser als es wirklich war. Wer vom Süden angereist kam hatte es Frühlingshaft mit blauem Himmel, scheinende Sonne und doch ein bisschen Wind. Hier und da eine Primel am Strassenrand… desto nächer wir aber nach San Bernardino kamen desto grauer wurde es und schon bald schneite es auch. In Hinterrhein angekommen schneite es doch intensiver als gedacht.

Beim Aufstieg ging es echt gut, denn die Passstrasse ist vom Wind Geschütz, trotzdem teilte sich die grosse Gruppe (wir waren 16 und einige Tessiner waren mit von der Partie) in zwei Teilen. Der einte von mir geführt und  der andere von Gianni der ein bisschen langsamer herauf kam… auf dem Übergang angekommen aber erwartete uns eine Überraschung: man könnte glauben in der Artik zu sein. Es stürmte um unsere Ohren und der Schnee  machte uns echt fertig. Dazwischen zeigte sich auch mal die Sonne und Gianni zeigte uns die ersten Zeichen das es schlechter ging. Es war höchstens Zeit einen geschützten Platz fürs Essen zu finden. Aber hinter jedem Felsvorsprung waren Berge von Schnee die uns den Zugang nicht ermöglichte. Dennoch fanden wir einen „geschützten“ Ecke, ich aber merkte auch dass wir unterdessen um 200 Meter neben dem Weg lagen.

Nach der kurze Pause brauchten wir 10 Minuten um wieder auf dem Abstiegsweg zu sein trotz dem Schneesturm. Weiter wir nach Süden kommen desto weniger Schnee finden wir am Boden. Beim „Sass dala Golp“ ändert sich die Umgebung drastisch. Der Wind erfasst uns nur noch Böhenmässig und zwischen einem Flocken und dem anderen zeigt sich auch mal die Sonne. Wir steigen weiter herunter und bei „Gareida Sora“ bleibt nur noch einen Streifen Schnee im Gras, es ist aber unser Weg!

Nach dem Wir unser Material in den Autos deponiert haben ziehte es uns in die warme Stube des Bellevue (dort haben auch einige von meinen Gästen übernachtet). Auch dem Gianni geht’s wieder gut, er hantiert am Telefon ud schon höre ich wie er als erste Worte folgendes sagte: “sum amò vif”…  (bin noch am Leben…) Zum Schluss sagte er mir wie es ein Traum für ihn war nochmals der Bernardinerpass zu überqueren solange er es noch könne, das kam zu mir mit seinen 82 Jahren Erfahrung! Eine Superleistung Gianni, Du gewinnst meine Bewunderung!

Hier findet ihr noch ein paar von mir und Paul gemachten Fotos zur Tour!

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