Kastanien dörren

Ballenberg, 17. Oktober 2011

Heute früh war meni erster Gedanke „mmmm…ist das Kalt“… aber diese eisige Luft hat mich nicht behindert auf meine Moto Guzzi zu sitzen und in Richtung Freilichtmuseum Ballenberg loszufahren. Elenas Worte liessen mich nicht kalt, im Gegenteil:   (…) man kann denn anderen nur langsam, mit Liebe und Leidenschaft, die Werte des Lebens beibringen, auch an diejenigen die durchs Leben flitzen (…) sie wärmten mein Herz soweit dass ich problemlos durch Andermatt fahren konnte obwohl der Bordthermometer -2 Grad anzeigte!

Im Ballenberg angekommen gingen Bruno und ich direkt ins „Tessin“ um den Zustand der Kastanien im Dörrhäuschen von Prato-Sornico zu kontrollieren, um dem Feuer-Mann die letzten Instruktionen zu geben und den Arbeitsplatz für den Nachmittag zu vorbereiten.
Es ist unglaublich zu bestätigen wie dieser Teil vom Freilichtmuseum unseren schönen Kanton gleicht: die Sonne scheint da so als könnte man meinen man seih wirklich mi Tessin! Das Mittagessen haben wir am Feuer, in der Küche der Pobbia di Novazzano, zu uns genommen da es draussen doch zu kalt war.
Am Nachmittag dann waren wir soweit bereit um uns mit Leidenschaft an die Arbeit zu machen: zuerst muss man die Kastanien schlagen um diese danach von der Schale zu trennen, zuerst mit dem „val“ (Vanne genannt auf Deutsch) dann noch zu Hand. Das Interesse des Publikum war gross – obwohl viele den unterrschied zu den heissen Marroni nicht kannten –  und sie gingen voller Freude und mit vollem Munde weiter da sie fachkundliche Erklärungen bekamen. Das Personal des Ballenbergs (sie werden mir verzeihen aber ich vergesse die Namen eben sehr schnell) hat alles gegeben um gut weiterzukommen, doch den Mangel an Ausrüstung und die Säcke die kaputt gingen verhinderten uns das… eine Lehre fürs nächste Jahr!
Die kleinen süssen tessiner Kastanien waren perfekt gedörrt, die vorgesehenen 2 Wochen für den Vorgang waren perfekt für die „nur“ 150Kg Früchte… Die Auslese hat gezeigt das viele Früchte vom Esskastanienbohrer angefallen wahren, es soll scheinbar ein gutes Jahr für ihn sein! Mal sehen was uns in Moghegno erwartet! Aber die exzellente Arbeitsleistung hat doch eine diskrete Menge an schöne und gut verwendbare gedörrte Kastanien gebracht…

Nach mehrere Stunden Arbeit, kurz vor Sonnenuntergang, war das Dörrhäuschen leer! Ein Teil der Auslese muss aber noch von Hand gemacht werden. Ich aber muss zurück, nach Hause. Nach getaner Arbeit, wieder sehr beeindruckt von der seriösen und leidenschaftlicher Arbeit des Museums, konnte ich mit meiner Winterbekleidung auf meine Moto Guzzi steigen. Ich entschloss mich für Grimsel- und Nufenen-Pass, wohl das lezte mal in dieser Saison!

Hier findest Du die Bilder der Weiterverrarbeitung.

Ah, fast hätte ich es vergessen… während der Heimreise zeigte mein Bordtermometer nicht unter +6 Grad an: es war direkt warm!!! ;):

P.S. Wer weitere Infos zu den aktivitäten in den Kastanineheine oder so sucht findet diese (aber zur Zeit nur uf italienisch) hier  www.castagne.ch

 

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