Estate di San Martino

Wandertage Malcantone Meraviglioso, 10.-13. November 2012

Am 11. November ist Martinstag und im Tessin ist der Martins-Sommer bekannt, es handelt sich um eine Reihenfolge von 3-5 Tagen die sehr Sommerhaft wirken. Deshalb hab ich mir diese Tagen ausgesucht um den Malcantone im goldigem Herbstkleid zu entdecken. Nur aber fing es ja ganz anders an…

… es regnet aus Kübeln als wir in Magliaso ins Postauto steigten dass uns nach Novaggio brachte. Da oben war es nicht viel besser, unter strömenden Regen mussten wir die Koffer vom Bus in den Alpentaxi zügeln! Als erstes dann fördeten wir die lokale Wirtschaft in dem wir eine Bar besuchten. Aber wir waren ja zum wansdern da! Also hiess es in die Regenhosen steigen, Rucksackhüllen auf, Regenschirme aufspannen und los geht’s… der „Sentiero delle meraviglie“ ist problemlos begehbar, nur ein geschützer Platz fürs Pick-Nick zu finden ist praktisch unmöglich. Durch den verregneten Wald konnten wir Burgruinen, Mühlen, Hammerschmiede, Goldminen usw entdecken und um die Neugierde und den Moral hoch zu behalten lieferte ich eine Fülle an Infos. Hell begeistert – trozdem (Sch….)-Wetter – kamen wir Abends beim Eindunkeln, nach einem weiterem Wirtschaftsbesuch in Bombinasco im „Al Suu“ an!

Am folgendem Tag war es nicht viel anders… denoch meldete der Landi-Wetterradar eine bedeutliche Besserung um 12Uhr! Zuerst aber war wieder Salamanderwetter angesagt, denn nur diese konnten sich wohl fühlen bei dem Regen. Nach einer nervöser Postautofahrt (der Fahrer war sehr Nervös an diesem Sonntagmorgen), kamen wir in Fescoggia an und sofort ging’s los Richtung Berg! Das „Böc dal Fer“ entblösste seine Geheimnisse, und wir nützten die Gelegenheit in die Erzmine hinein zu gehen um ein bisschen trocken zu sein… oder war es bloss die Idee? Auf jeden Fall steigten wir weiter hinauf denn wir wollten es wissen ob das mit 12 Uhr stimmte… wir entdeckten bald dass es eben nicht stimmte. Auf der „Alpe di Magena“ konnten wir im offenem Stall im trockenen zur Mittagspause sitzen…  draussen regnete es weiter. Tja… der Abstieg war die einzige gute und richtige Lösung. Aber wir hatten denoch noch nicht genug… der Kastanienweg rufte uns und so machten wir uns auf den Weg bis Mugena wo uns dann Max, der Alpemtaxichauffeur, abholte! An diesem Abend gab es Polenta mit Zieglein, das richtige Essen für so ein Wetter.

Endlich aber kam er, der Martins-Sommer… der 3. Tag an dem der Aufstieg zum Monte Lema angesagt war. Einfach war also meine Aufgabe plötzlich geworden denn die Lust auf Sonne war so gross! Das herrliche Panorma war die Krönung dieses Wandertages… die Begnegung mit ein paar Schafen (das einte Tier scheinte Verletzt zu sein) brach ein bissschen Aufregung in die Gruppe. Am selben Abend habe ich via E-Mail dem Tierschutzverein eine Meldung gesendet (bis jetzt aber ohne eine Antwort). In Astano angekommen suchten wir vergeblich nach Bar oder Laden… alles war zu! Eine verzweifelte Einwohnerin fragte uns was sie nun machen soll da sie ja nicht einmal ein Auto hätte um einkaufen zu gehen… der Laden sollte doch nicht geschlossen sein und noch eine ganze Woche dazu!

Das Sommerhafte-Klima zeigte sich auch am letzten Morgen wieder. Heute aber gings Bergab, na ja, auch nicht ganz… denn der Monte Montini und Monte Rocchetta liegen ja auf dem Weg von Bombinasco nach Ponte Tresa. Am morgen waren wir nicht alleine unterwegs, ein Jäger ging ein paar Meter vor uns den gleichen Weg herunter… hem, Weg? Es sah mehr wie ein Bach aus… aber es war wirklich der Weg! Ich schreckte eine Wildsau auf als ich die Abzweigung suchte… Herunter, hinauf und wieder herunter ging es bis zum See, einmal im Schatten einmal wieder an der Sonne… und Pilze, unglaubliche viele verschiedene Pilze gab es am Wegrand. Der einzige Steinpilz aber konnte ich nicht fotografieren denn er wurde vor Ort verspeisst! Noch ein paar Meter herunter und schon sind wir am See angekommen, die Sonnenterasse war so einladend dass wir uns nicht dagegen wehren konnten dort noch die letzten Sonnenscheine zu tanken bevor es mit dem Zug wieder nach Hause ging… Wir haben diesem „üblem Winkel“ einen ausgedehnten Besuch abgestattet und werden uns an den Martins-Sommer gut erinnern!

Und hier noch meine Bilder zur Tour!

Ein Kommentar zu “Estate di San Martino

  1. Unterdessen hat sich Armando Besomi des Tierschutzvereins gemeldet – ich hatte ihnen am Montag Abend ein Mail geschrieben – sie werden der Sache nachgehen und die Tiere vom Berg holen 🙂

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